Zinnen
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Zinnen
Hallo Jungs,
Was zu Zinnerei
Allgemein: Zinnen macht Sinn überall dort wo z.B. viel Material abgetragen wurde, passiert sehr oft bei Rostentfernung (Zinnfüllung), wo z.B. geschweißt wurde als (Füllung und Nahtstabilisierung, Rostschutz), kleine Löcher stopfen usw.
1) Sollte man folgende Werkzeuge Haben (Lötkolben min. 100W (optimal 120-160W), Flussmittel (Kollopholieum (säurefrei), Lötwasser (das beste meiner Meinung nach, sollte, aber dort eingesetzt werden wo man nach dem Zinnen von beiden Seiten ran kommt) und Paste (mit Pinsel auftragen erwärmen, mit Tuch abwischen und loslöten)))
2) Die zu verzinnnende Stelle von allem reinigen bis das blanke Metall zu sehen ist (von Rost Farbe usw.), entfetten und mit einer der Flussmittel einschmieren zB mit dem Pinsel (ich benutze Lötwasser kostet max 2,50€ reicht für die ganze Karre)
An meinem Bsp. Habe ich die Stelle gefüllt siehe hier
3) Lötkolben heiß machen und Stangenzinn
(Baumarkt 10€) damit auf die zu verzinnende Stelle abschmelzen
4) Die Stelle großzügig „vollschmieren“ mit Überschuss (für spätere Feilarbeiten), erstmal die mit Flussmittel bearbeitete, Stelle mit Zinn anschmieren, man sieht sofort ob es haftet oder nicht und großzügig nach und nach Füllen
5) Die Stelle mit einer Karosseriefeile bearbeiten (ebay 40€ Fachgeschäft 120€)
die bearbeitete Stelle 
Die verzinnte Stelle sehr gut reinigen, auf dem Grund, weil sich in den Flussmittel Säure befindet, wer das nicht macht wird am nächsten Tag Flugrost vorfinden.
Diese Anleitung ist für Anfänger gedacht, wer was ergänzen möchte, nur zu, dumme Sprüche sind nicht erwünscht, nur konstruktive Kritik
Ich finde Lötkolbenmethode ist die beste, man hat keine Überhitzungen (sprich Blechverzug), tropft nichts daneben (sprich bessere Kontrolle) und man kann gezielt dort löten wo man z.B. mit einer Lampe nicht hinkommt siehe hier
bei dieser Nummer würde man alles abfackeln (mit einem Brenner)
Für sehr große Fläche ist ein Lötkolben eh ungeeignet, wird zu mühsam aber entscheidet selbst!
Was zu Zinnerei
Allgemein: Zinnen macht Sinn überall dort wo z.B. viel Material abgetragen wurde, passiert sehr oft bei Rostentfernung (Zinnfüllung), wo z.B. geschweißt wurde als (Füllung und Nahtstabilisierung, Rostschutz), kleine Löcher stopfen usw.
1) Sollte man folgende Werkzeuge Haben (Lötkolben min. 100W (optimal 120-160W), Flussmittel (Kollopholieum (säurefrei), Lötwasser (das beste meiner Meinung nach, sollte, aber dort eingesetzt werden wo man nach dem Zinnen von beiden Seiten ran kommt) und Paste (mit Pinsel auftragen erwärmen, mit Tuch abwischen und loslöten)))

2) Die zu verzinnnende Stelle von allem reinigen bis das blanke Metall zu sehen ist (von Rost Farbe usw.), entfetten und mit einer der Flussmittel einschmieren zB mit dem Pinsel (ich benutze Lötwasser kostet max 2,50€ reicht für die ganze Karre)
An meinem Bsp. Habe ich die Stelle gefüllt siehe hier

3) Lötkolben heiß machen und Stangenzinn
(Baumarkt 10€) damit auf die zu verzinnende Stelle abschmelzen4) Die Stelle großzügig „vollschmieren“ mit Überschuss (für spätere Feilarbeiten), erstmal die mit Flussmittel bearbeitete, Stelle mit Zinn anschmieren, man sieht sofort ob es haftet oder nicht und großzügig nach und nach Füllen

5) Die Stelle mit einer Karosseriefeile bearbeiten (ebay 40€ Fachgeschäft 120€)
die bearbeitete Stelle 
Die verzinnte Stelle sehr gut reinigen, auf dem Grund, weil sich in den Flussmittel Säure befindet, wer das nicht macht wird am nächsten Tag Flugrost vorfinden.
Diese Anleitung ist für Anfänger gedacht, wer was ergänzen möchte, nur zu, dumme Sprüche sind nicht erwünscht, nur konstruktive Kritik
Ich finde Lötkolbenmethode ist die beste, man hat keine Überhitzungen (sprich Blechverzug), tropft nichts daneben (sprich bessere Kontrolle) und man kann gezielt dort löten wo man z.B. mit einer Lampe nicht hinkommt siehe hier
bei dieser Nummer würde man alles abfackeln (mit einem Brenner) Für sehr große Fläche ist ein Lötkolben eh ungeeignet, wird zu mühsam aber entscheidet selbst!
Zuletzt von am Do Nov 15, 2007 1:28 am bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
Re: Zinnen
Wenn einer was zum Thema ergänzen möchte nur zu, ps man muss fusselfreien feuerfesten Tuch nehmen. 
Noch eine kleine Ergänzung Quelle: http://www.korrosionsschutz-depot.de/Anleitungen/Karosseriezinn/body_karosseriezinn.html
"
Die Verarbeitung von Karosseriezinn ist die klassische Methode, Dellen im Blech wieder in eine ebene Oberfläche zu verwandeln.
Heutzutage verwendet man für solche Arbeiten Kunststoffspachtel in verschiedensten Ausführungen. Der Grund hierfür ist die einfache und schnelle Verarbeitung auf nahezu jedem Untergrund. Nur nebenbei sei erwähnt, dass dieser Spachtel anfangs auch auf Rost hält, was leider dazu verführt, eine Rostlaube kurzfristig in einen schönen Zustand zu versetzen. Neben diesen Eigenschaften hat Kunststoffspachtel aber leider auch den Nachteil, speziell beim Auftragen von dickeren Schichten und an Stellen die Verwindungen oder Vibrationen ausgesetzt sind, mit der Zeit wieder abzuplatzen.
Karosseriezinn, auch Stangenzinn oder Lötzinn genannt, kann nur auf einwandfrei sauberem und rostfreiem Blech haften. Dann aber verbindet es sich chemisch mit dem Metall und gibt diesem zusätzlichen Halt. Hier liegen eindeutig die Vorteile vom Verzinnen:
- durch Rost porös und dünn gewordenes Blech wird gestärkt und geglättet
- Schweißnähte, speziell bei "stumpf" eingeschweißten Blechen, bekommen zusätzlichen Halt, werden vor Rost geschützt und in Form gebracht
- Passungen von Türen- und Haubenkanten können durch Zinnauftrag "modelliert" werden
- Beulen und Wellen können ausgeglichen werden (dennoch sollte das Blech vor dem Zinnauftrag so weit wie möglich mit einem Karosseriehammer ausgebeult werden)
Zum Verzinnen sind nur relativ wenige Arbeitsschritte notwendig, allerdings bedarf es etwas Übung im Zusammenspiel von Lötlampe und Stangenzinn um das Karosseriezinn auf das Blech zu bekommen und in Form zu bringen.
1.) Das zu verzinnende Blech muss blank und möglichst fettfrei sein. Rost und alter Lack wird mit der Sandstrahlpistole, einem Drahtbürstenvorsatz für Bohrmaschine / Winkelschleifer, oder Schleifpapier entfernt. Günstig ist es, 2-3 cm über die zu bearbeitenden Stellen hinaus zu reinigen, um ausreichen "Spielraum" zu bekommen. Bleche die z.B. mit Unterbodenschutz behandelt waren müssen eventuell noch mit Universalverdünnung o.ä. abgerieben werden.
2.) Um dem Karosseriezinn einen guten Haftgrund zu geben, wird der Blechbereich mit Verzinnungspaste deckend eingestrichen (vorher gut umrühren; das Zinnpulver setzt sich gelegentlich am Boden ab !). Die Paste wird dann mit einer Lötlampe erwärmt. Nach kurzer Zeit beginnt das Zinnpulver zu schmelzen und verbindet sich mit dem Blech. Dieser Zeitpunkt ist sehr gut erkennbar: Die vorher graue Verzinnungspaste wird silbrig glänzend. Einer gleichmäßigen Verteilung des Zinns kann etwas nachgeholfen werden, indem man mit einem nassen Lappen über das noch heiße Zinn wischt. Ist der ganze Bereich silbern, kann die Lötlampe wieder abgedreht werden.
Das Flußmittel wirkt leicht reinigend und hat kleine Schmutzreste hoch gedrückt, die vor dem eigentlichen Verzinnen, zusammen mit Flußmittelresten, noch entfernt werden müssen. Dazu wird das Blech gründlich (!) mit einem nassen Lappen abgewischt und möglichst noch trocken gerieben.
Es kann sein, dass man jetzt einige schwarze Stellen entdeckt. Hier ist kein Zinnpulver hingekommen und das Blech ist durch die Wärmeeinwirkung oxidiert. Dies kann auch passieren, wenn man das Blech zu schnell erwärmt; das Flußmittel verbrennt bevor das Zinn verlaufen kann. Hier muss jetzt neu Verzinnungspaste aufgetragen werden.
3.) Nun zum eigentlichen Verzinnen:
Im Temperaturbereich von 180 C bis 250 C ist Karosseriezinn weich (darunter fest, darüber flüssig) und lässt sich gut bearbeiten. Die Schwierigkeit besteht darin, Blech und Zinn in diesem Temperaturbereich zu halten und gleichzeitig das Zinn aufzutragen.
a) Mit der Flamme von der Lötlampe wird eine etwa 5 x 5 cm große Fläche vom Blech erwärmt. Gleichzeitig hält man die Zinnstange an den Flammenrand, so dass das Zinn warm wird aber noch nicht schmilzt. Hin und wieder tupft man mit der Stange an das warme Blech; schmiert das Zinn dann an der Oberfläche leicht weg und bleibt auf dem Blech haften, ist der richtige Zeitpunkt erreicht, das Zinn etwas stärker zu erhitzen. Wenn der untere Teil der Stange wachsartig weich ist, wird mit einer leichten Drehung, ein Zinnbatzen auf das Blech gesetzt.
Auf diese Art bringt man jetzt noch weitere Zinnbatzen auf das Blech auf.
-> Noch soll keine glatte Oberfläche entstehen ! Es ist nur wichtig überhaupt Zinn aufzutragen.
b) Beim nächsten Arbeitsschritt kommt der Spatel zum Einsatz. Es kann ein Metallspachtel verwendet werden, besser eignet sich aber ein Holzspachtel, weil dieser die Wärme nicht so schnell abführt und das Zinn dadurch besser zu verschmieren ist (Allerdings muss man dafür auch aufpassen, dass man das Holz nicht anbrennt). Gegen die Hitze bestreicht man den Holzspatel am besten mit Leinöl (Apotheke) oder Rindertalg (Fleischer/Metzger).
Die Zinnhäufchen werden jetzt wieder angewärmt. Halten Sie dabei immer den Spatel bereit (!). Wenn die Zinnoberfläche weich ist, ziehen Sie die Flamme zurück und streichen das Zinn nach und nach mit dem Spatel glatt und bringen es in die gewünschte Form. Dazu muss das Stangenzinn natürlich immer wieder erwärmt werden.
Ob das Karosseriezinn schon mit dem Spatel verschmiert werden kann, erkennt man auch gut daran, dass die Oberfläche schön glänzt.
Gegebenenfalls muss man wie unter a) beschrieben auch noch mal neues Zinn hinzufügen. Gerade am Anfang passiert es noch leicht, dass man zu stark erhitzt und das Zinn in einem silbrigen Strom auf den Boden rinnt.
c) Das Ziel ist es natürlich, eine möglichst gute Oberfläche zu bekommen, die wenig nachbearbeitet werden muss.
Die verzinnten Partien werden, soweit nötig, anschließend mit einer Karosseriefeile oder auch mit dem Schleifklotz und 80er oder 100er Schleifpapier in die richtige Form geschliffen. Eine Schleifmaschine sollte vermieden werden, da Karosseriezinn Blei enthält und der Bleistaub beim Einatmen GESUNDHEITSSCHÄDLICH ist. Wird sie doch verwendet unbedingt einen Atemschutz tragen !
Um eventuell vorhandene kleine Täler auszugleichen ist es durchaus "erlaubt", eine dünne Schicht Kunststoffspachtel auf die stabile Zinnschicht aufzutragen. Häufig reicht auch schon Filler aus.
4.) Ergänzende Tips:
Wenn große ebene Flächen, z.B. Türhäute, Hauben etc., verzinnt werden sollen, besteht die Gefahr der Bildung von Wärmebeulen. Überhitzen Sie das Blech also nicht und bearbeiten Sie nur kleine Flächen. Sie können diese auch mit einem nassen Lappen hinterher wieder abkühlen oder nasse Tücher um den Arbeitsbereich herumlegen. Bei mäßigem Umgang mit der Hitze besteht aber keine Gefahr für Ihr Blech.
Außerdem bedenken Sie bitte:
Wenn Sie es schaffen 50% vom Zinn auf dem Blech zu behalten, dann arbeiten Sie schon ziemlich gut! Also nicht verzweifeln, wenn immer wieder Karosseriezinn auf den Boden läuft.
Abtropfendes Zinn können Sie sammeln und später zu einer neuen Stange zusammengießen.
Die „säurefreie" Verzinnungspaste:
Normalerweise enthalten „Verzinnungspasten" ein Flußmittel mit Zinkchlorid-Anteilen. Dieses Zinkchlorid reagiert zusammen mit Wasser oder Luftfeuchtigkeit zu Salzsäure. Werden die Flußmittelreste nach dem Vorverzinnen nicht gründlich genug entfernt, entsteht während dieser chemischen Reaktion auf dem Metall gleichzeitig Rost. Normalerweise stellt dies aber überhaupt kein Problem dar, da man das Flußmittel und somit auch das Zinkchlorid sehr leicht mit Wasser abwaschen kann, ohne irgendwelche Schäden befürchten zu müssen.
Arbeitet man aber an überlappenden Blechen und kann nach dem Verzinnen nicht sicherstellen, dass diese Bereiche von hinten, z.B. mit einer guten Hohlraumversiegelung etc. ordentlich konserviert werden, dann empfiehlt sich die Verwendung unserer „säurefreien" Verzinnungspaste.
Diese Paste enthält ein Flußmittel welches nicht korrosiv reagiert, aber auch nicht abgewaschen werden kann. Dadurch, und durch die Tatsache, dass diese Paste wesentlich dicker ist, ist sie nicht so schön zu verarbeiten wie die normale. Das heißt, das Flußmittel „fällt" als eine braune glasige Kruste aus, die nur durch Schleifen zu entfernen ist. Bei (erneutem) Erhitzen wird sie aber flüssig und beim Auftragen von Zinn durch das Zinn verdrängt, so dass an sich keine Nachteile entstehen.
Sind die Verzinnungsarbeiten abgeschlossen, müssen die Flußmittelreste durch Abschleifen entfernt werden, um einen sicheren Lackaufbau zu gewährleisten.
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Noch eine kleine Ergänzung Quelle: http://www.korrosionsschutz-depot.de/Anleitungen/Karosseriezinn/body_karosseriezinn.html
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Die Verarbeitung von Karosseriezinn ist die klassische Methode, Dellen im Blech wieder in eine ebene Oberfläche zu verwandeln.
Heutzutage verwendet man für solche Arbeiten Kunststoffspachtel in verschiedensten Ausführungen. Der Grund hierfür ist die einfache und schnelle Verarbeitung auf nahezu jedem Untergrund. Nur nebenbei sei erwähnt, dass dieser Spachtel anfangs auch auf Rost hält, was leider dazu verführt, eine Rostlaube kurzfristig in einen schönen Zustand zu versetzen. Neben diesen Eigenschaften hat Kunststoffspachtel aber leider auch den Nachteil, speziell beim Auftragen von dickeren Schichten und an Stellen die Verwindungen oder Vibrationen ausgesetzt sind, mit der Zeit wieder abzuplatzen.
Karosseriezinn, auch Stangenzinn oder Lötzinn genannt, kann nur auf einwandfrei sauberem und rostfreiem Blech haften. Dann aber verbindet es sich chemisch mit dem Metall und gibt diesem zusätzlichen Halt. Hier liegen eindeutig die Vorteile vom Verzinnen:
- durch Rost porös und dünn gewordenes Blech wird gestärkt und geglättet
- Schweißnähte, speziell bei "stumpf" eingeschweißten Blechen, bekommen zusätzlichen Halt, werden vor Rost geschützt und in Form gebracht
- Passungen von Türen- und Haubenkanten können durch Zinnauftrag "modelliert" werden
- Beulen und Wellen können ausgeglichen werden (dennoch sollte das Blech vor dem Zinnauftrag so weit wie möglich mit einem Karosseriehammer ausgebeult werden)
Zum Verzinnen sind nur relativ wenige Arbeitsschritte notwendig, allerdings bedarf es etwas Übung im Zusammenspiel von Lötlampe und Stangenzinn um das Karosseriezinn auf das Blech zu bekommen und in Form zu bringen.
1.) Das zu verzinnende Blech muss blank und möglichst fettfrei sein. Rost und alter Lack wird mit der Sandstrahlpistole, einem Drahtbürstenvorsatz für Bohrmaschine / Winkelschleifer, oder Schleifpapier entfernt. Günstig ist es, 2-3 cm über die zu bearbeitenden Stellen hinaus zu reinigen, um ausreichen "Spielraum" zu bekommen. Bleche die z.B. mit Unterbodenschutz behandelt waren müssen eventuell noch mit Universalverdünnung o.ä. abgerieben werden.
2.) Um dem Karosseriezinn einen guten Haftgrund zu geben, wird der Blechbereich mit Verzinnungspaste deckend eingestrichen (vorher gut umrühren; das Zinnpulver setzt sich gelegentlich am Boden ab !). Die Paste wird dann mit einer Lötlampe erwärmt. Nach kurzer Zeit beginnt das Zinnpulver zu schmelzen und verbindet sich mit dem Blech. Dieser Zeitpunkt ist sehr gut erkennbar: Die vorher graue Verzinnungspaste wird silbrig glänzend. Einer gleichmäßigen Verteilung des Zinns kann etwas nachgeholfen werden, indem man mit einem nassen Lappen über das noch heiße Zinn wischt. Ist der ganze Bereich silbern, kann die Lötlampe wieder abgedreht werden.
Das Flußmittel wirkt leicht reinigend und hat kleine Schmutzreste hoch gedrückt, die vor dem eigentlichen Verzinnen, zusammen mit Flußmittelresten, noch entfernt werden müssen. Dazu wird das Blech gründlich (!) mit einem nassen Lappen abgewischt und möglichst noch trocken gerieben.
Es kann sein, dass man jetzt einige schwarze Stellen entdeckt. Hier ist kein Zinnpulver hingekommen und das Blech ist durch die Wärmeeinwirkung oxidiert. Dies kann auch passieren, wenn man das Blech zu schnell erwärmt; das Flußmittel verbrennt bevor das Zinn verlaufen kann. Hier muss jetzt neu Verzinnungspaste aufgetragen werden.
3.) Nun zum eigentlichen Verzinnen:
Im Temperaturbereich von 180 C bis 250 C ist Karosseriezinn weich (darunter fest, darüber flüssig) und lässt sich gut bearbeiten. Die Schwierigkeit besteht darin, Blech und Zinn in diesem Temperaturbereich zu halten und gleichzeitig das Zinn aufzutragen.
a) Mit der Flamme von der Lötlampe wird eine etwa 5 x 5 cm große Fläche vom Blech erwärmt. Gleichzeitig hält man die Zinnstange an den Flammenrand, so dass das Zinn warm wird aber noch nicht schmilzt. Hin und wieder tupft man mit der Stange an das warme Blech; schmiert das Zinn dann an der Oberfläche leicht weg und bleibt auf dem Blech haften, ist der richtige Zeitpunkt erreicht, das Zinn etwas stärker zu erhitzen. Wenn der untere Teil der Stange wachsartig weich ist, wird mit einer leichten Drehung, ein Zinnbatzen auf das Blech gesetzt.
Auf diese Art bringt man jetzt noch weitere Zinnbatzen auf das Blech auf.
-> Noch soll keine glatte Oberfläche entstehen ! Es ist nur wichtig überhaupt Zinn aufzutragen.
b) Beim nächsten Arbeitsschritt kommt der Spatel zum Einsatz. Es kann ein Metallspachtel verwendet werden, besser eignet sich aber ein Holzspachtel, weil dieser die Wärme nicht so schnell abführt und das Zinn dadurch besser zu verschmieren ist (Allerdings muss man dafür auch aufpassen, dass man das Holz nicht anbrennt). Gegen die Hitze bestreicht man den Holzspatel am besten mit Leinöl (Apotheke) oder Rindertalg (Fleischer/Metzger).
Die Zinnhäufchen werden jetzt wieder angewärmt. Halten Sie dabei immer den Spatel bereit (!). Wenn die Zinnoberfläche weich ist, ziehen Sie die Flamme zurück und streichen das Zinn nach und nach mit dem Spatel glatt und bringen es in die gewünschte Form. Dazu muss das Stangenzinn natürlich immer wieder erwärmt werden.
Ob das Karosseriezinn schon mit dem Spatel verschmiert werden kann, erkennt man auch gut daran, dass die Oberfläche schön glänzt.
Gegebenenfalls muss man wie unter a) beschrieben auch noch mal neues Zinn hinzufügen. Gerade am Anfang passiert es noch leicht, dass man zu stark erhitzt und das Zinn in einem silbrigen Strom auf den Boden rinnt.
c) Das Ziel ist es natürlich, eine möglichst gute Oberfläche zu bekommen, die wenig nachbearbeitet werden muss.
Die verzinnten Partien werden, soweit nötig, anschließend mit einer Karosseriefeile oder auch mit dem Schleifklotz und 80er oder 100er Schleifpapier in die richtige Form geschliffen. Eine Schleifmaschine sollte vermieden werden, da Karosseriezinn Blei enthält und der Bleistaub beim Einatmen GESUNDHEITSSCHÄDLICH ist. Wird sie doch verwendet unbedingt einen Atemschutz tragen !
Um eventuell vorhandene kleine Täler auszugleichen ist es durchaus "erlaubt", eine dünne Schicht Kunststoffspachtel auf die stabile Zinnschicht aufzutragen. Häufig reicht auch schon Filler aus.
4.) Ergänzende Tips:
Wenn große ebene Flächen, z.B. Türhäute, Hauben etc., verzinnt werden sollen, besteht die Gefahr der Bildung von Wärmebeulen. Überhitzen Sie das Blech also nicht und bearbeiten Sie nur kleine Flächen. Sie können diese auch mit einem nassen Lappen hinterher wieder abkühlen oder nasse Tücher um den Arbeitsbereich herumlegen. Bei mäßigem Umgang mit der Hitze besteht aber keine Gefahr für Ihr Blech.
Außerdem bedenken Sie bitte:
Wenn Sie es schaffen 50% vom Zinn auf dem Blech zu behalten, dann arbeiten Sie schon ziemlich gut! Also nicht verzweifeln, wenn immer wieder Karosseriezinn auf den Boden läuft.
Abtropfendes Zinn können Sie sammeln und später zu einer neuen Stange zusammengießen.
Die „säurefreie" Verzinnungspaste:
Normalerweise enthalten „Verzinnungspasten" ein Flußmittel mit Zinkchlorid-Anteilen. Dieses Zinkchlorid reagiert zusammen mit Wasser oder Luftfeuchtigkeit zu Salzsäure. Werden die Flußmittelreste nach dem Vorverzinnen nicht gründlich genug entfernt, entsteht während dieser chemischen Reaktion auf dem Metall gleichzeitig Rost. Normalerweise stellt dies aber überhaupt kein Problem dar, da man das Flußmittel und somit auch das Zinkchlorid sehr leicht mit Wasser abwaschen kann, ohne irgendwelche Schäden befürchten zu müssen.
Arbeitet man aber an überlappenden Blechen und kann nach dem Verzinnen nicht sicherstellen, dass diese Bereiche von hinten, z.B. mit einer guten Hohlraumversiegelung etc. ordentlich konserviert werden, dann empfiehlt sich die Verwendung unserer „säurefreien" Verzinnungspaste.
Diese Paste enthält ein Flußmittel welches nicht korrosiv reagiert, aber auch nicht abgewaschen werden kann. Dadurch, und durch die Tatsache, dass diese Paste wesentlich dicker ist, ist sie nicht so schön zu verarbeiten wie die normale. Das heißt, das Flußmittel „fällt" als eine braune glasige Kruste aus, die nur durch Schleifen zu entfernen ist. Bei (erneutem) Erhitzen wird sie aber flüssig und beim Auftragen von Zinn durch das Zinn verdrängt, so dass an sich keine Nachteile entstehen.
Sind die Verzinnungsarbeiten abgeschlossen, müssen die Flußmittelreste durch Abschleifen entfernt werden, um einen sicheren Lackaufbau zu gewährleisten.
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Zuletzt von raa am Di Feb 09, 2010 1:19 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
Re: Zinnen
Noch ein kleiner Nachtrag, wenn man mit Brenner zinnt, nimmt man am besten einen alten Holzlöffel (Kartoffelwender) einfach aus der Küche klauen
, er ist mit der Zeit so derartig in das Öl getränkt worden das der Zinn nicht daran haften bleibt, ideal dafür
. Und man spart sich die 40€ bei den Profi für Spezialkeil und das Ding ist viel breiter und hat bessere Wölbung und ist somit viel besser als das Profizeug!!
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